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Seite 12 Fünfter
Streich Wer
in Dorfe oder Stadt Einen
Onkel wohnen hat, Der
sei höflich und bescheiden, Denn
das mag der Onkel leiden. Morgens
sagt man: "Guten Morgen! Haben
Sie was zu besorgen?" Bringt
ihm, was er haben muß: Zeitung,
Pfeife, Fidibus. Oder
sollt' es wo im Rücken Drücken,
beißen oder zwicken, Gleich
ist man mit Freudigkeit Dienstbeflissen
und bereit. Oder
sei's nach einer Prise, Daß
der Onkel heftig niese, Ruft
man:"Prosit!" alsogleich. "Danke!"
- "Wohl bekomm' es Euch!" Oder
kommt er spät nach Haus, Zieht
man ihm die Stiefel aus, Holt
Pantoffel, Schlafrock, Mütze, Daß
er nicht im Kalten sitze - Kurz,
man ist darauf 'bedacht, Was
dem Onkel Freude macht. Max
und Moritz ihrerseits Fanden
darin keinen Reiz. Denkt
euch nur, welch schlechten Witz Machten
sie mit Onkel Fritz! jeder
weiß, was so ein Mai= Käfer
für ein Vogel sei. In
den Bäumen hin und her Fliegt
und kriecht und krabbelt er. Max
und Moritz, immer munter, Schütteln
sie vom Baum herunter. In
die Tüte von Papiere Sperren
sie die Krabbeltiere.
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