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Seite 5 Zweiter
Streich Als
die gute Witwe Bolte Sich
von ihrem Schmerz erholte, Dachte
sie so hin und her, Daß
es wohl das beste wär', Die
Verstorbnen, die hienieden Schon
so frühe abgeschieden, Ganz
im stillen und in Ehren Gut
gebraten zu verzehren. Freilich
war die Trauer groß, Als
sie nun so nackt und bloß Abgerupft
am Herde lagen, Sie,
die einst in schönen Tagen Bald
im Hofe, bald im Garten Lebensfroh
im Sande scharrten. - Ach,
Frau Bolte weint auf's neu, Und
der Spitz steht auch dabei. Max
und Moritz rochen dieses. ..Schnell
aufs Dach gekrochen!' hieß es. Durch
den Schornstein mit Vergnügen Sehen
sie die Hühner liegen, Die
schon ohne Kopf und Gurgeln Lieblich
in der Pfanne schmurgeln. Eben
geht mit einem Teller Witwe
Bolte in den Keller, Daß
sie von dem Sauerkohle Eine
Portion sich hole, Wofür
sie besonders schwärmt, Wenn
er wieder aufgewärmt. Unterdessen
auf dem Dache Ist
man tätig bei der Sache. Max
hat schon mit Vorbedacht Eine
Angel mitgebracht. Schnupdiwup!
Da wird nach oben Schon
ein Huhn heraufgehoben. Schnupdiwup!
jetzt Numro zwei;
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